Info zur Familienforschung Galizien

(Erläuterungen zu den Computerausdrucken)

Gegenstand der genealogischen Forschungen von Werner Kraus sind die verwandtschaftlichen Beziehungen von Familien aus den deutschen Kolonie in der Umgebung von Lemberg in Galizien (heute Ukraine). Sie betreffen die Orte Wiesenberg Mierzwica, Bruckenthal, Weissenberg, Ottenhausen, Münchenthal, Mokrotyn, Michalówka, Ebenau, Brunndorf  und weitere, vorwiegend katholische deutsche Orte Galiziens, die untereinander in verwandtschaftlichen Beziehungen standen. Diese Orte waren nach der Teilung Polens ab 1781 von Österreich gegründet und mit deutschen Bauern, vorwiegend aus der Pfalz, besiedelt worden. Für diese Orte wird die bis 1940 übliche deutsche oder polnische Schreibweise verwendet.

Nach der Eroberung Polens durch Deutschland und die Sowjetunion im September 1939 wurden die deutschen Bewohner Galiziens in den Warthegau (heute in Polen) umgesiedelt. Ihre neue Heimat, mussten die Galiziendeutschen aber schon im Januar 1945 fluchtartig wieder verlassen und leben seitdem über ganz Deutschland verstreut. Zu ihren Wurzeln aus Galizien bekennen sich aber auch viele Bewohner Kanadas und der USA, deren Vorfahren um 1900 aus Galizien ausgewandert sind. Die Ergebnisse der Familienforschung beziehen sich deshalb außer auf die oben genannten Orte auch auf Orte in der Pfalz, woher die Galiziendeutschen ihren pfälzischen Dialekt mitgebracht hatten, sowie auf Orte im Warthegau und in Amerika. Viele Bewohner der katholischen Orte um Lemberg wurden nach 1945 in Orten Sachsen-Anhalts in der Nähe von Halle (Saale) konzentriert angesiedelt. Seit 1997 gibt es jährliche Treffen der Galiziendeutschen in Ostrau nördlich von Halle.

Die gesammelten Daten zur Familienforschung wurden mit Hilfe eines speziellen Computerprogramms bearbeitet und gespeichert und können in Form von Computerausdrucken auf unterschiedliche Weise dargestellt werden.

 

Einige Besonderheiten dieser genealogischen Darstellungen ergeben sich, weil die mit einem veralteten DOS-Programm gesammelten Daten im Jahre 2004 in das Genealogieprogramm GFAhnen 5.4 übertragen wurden. In dem Vorläuferprogramm war die Kennzeichnung von Quellen nur in abgekürzter Form durch Zusätze hinter den Ortsangaben möglich. Diese und andere Besonderheiten wurden zunächst für die vorhandenen Daten beibehalten, weil bei mehr als 10.000 Datensätzen eine nachträgliche Korrektur sehr aufwendig wäre und weil diese Kurzbezeichnungen zur Unterscheidung der Quellen nach wie vor hilfreich sind. Die Angaben hinter den Ortsbezeichnungen sind auch deshalb sinnvoll, weil dadurch in manchen der Stammbaumdarstellungen mehr Informationen vermittelt werden können, insbesondere ist die Angabe der Hausnummer hinter den Ortsnamen Galiziens unverzichtbar für die Zuordnung mancher Personen in der Ansiedlungszeit nach 1781 (In Weissenberg/Ottenhausen wechselte die Nummerierung um 1820, weshalb teilweise zwei Nummern genannt werden). Hinter dem Geburtsort wurde teilweise vermerkt, wenn ein 1939 ausgestellter Ahnenpass als Quelle verwendet wurde. (z.B. "AP10" oder "A11" in der Dokumentensammlung von W. Kraus). Ebenso wurde das Sterbealter aus dem Kirchenbuch hinter dem Sterbeort eingetragen und hilft, das Geburtsjahr zu bestimmen. Die Angaben zum Heiratsort wurden ergänzt durch die im Kirchenbuch vermerkte Hofnummer und durch das Heiratsalter in Klammern, z.B. »Wiesenberg 32 (35W&23J)« mit "W" für Witwe/Witwer. Ist in Verbindung mit einer genauen Datums- und Ortsangabe keine Quelle vermerkt, dann stammen die Daten aus dem zum Ort gehörigen Kirchenbuch, bzw. aus dem entsprechenden Mikrofilm (siehe Anhang). Wenn keine Urkunde vorliegt, wird dennoch ein ungefähres Geburtsdatum angegeben, um eine zeitlich begrenzte Auswahl der Personen möglich zu machen.

Als Quellen dienten hauptsächlich die Kirchenbücher der hier bearbeiteten deutschen Orte bei Lemberg in Galizien (siehe Anhang). Diese (römisch-katholischen) Kirchenbücher, deren Originale u.a. in Warschauer Archiven liegen, sind zum Teil als Mikrofilm in den genealogischen Zentren der "Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage" (HLT) - auch als Mormonen bekannt - zugänglich, gekennzeichnet durch "K", "KB" oder "F" (für Film). Wegen der verschiedenen Methoden im Lauf der Zeit sind diese zusätzlichen Angaben und Bemerkungen nicht immer einheitlich.

Handschriftliche Kopien der Kirchenbücher (Jahresberichte) befinden sich im zentralen staatlichen historischen Archiv der Ukraine in Lemberg. Ausgewertet wurde davon ein Mikrofilm der Kirchenbuchkopie von Wiesenberg (1821 bis 1904 - mit Lücken und zum Teil nicht lesbar), gekennzeichnet durch "Kbk". Aus dem gleichen Archiv in Lemberg stammt auch die mit „(A60)“ gekennzeichnete Kirchenbuchkopie von Bruckenthal. Kirchenbücher der Herkunftsorte aus der Pfalz sind in den zuständigen Bistumsarchiven, z.B. in Trier, Mainz, Speyer usw. zu finden.

Obwohl in den ersten Jahren nach der Ansiedlung viele Urkunden keinen Hinweis auf die Eltern enthalten, war es doch notwendig, diese Personen mit den Ansiedlern gleichen Namens in Verbindung zu bringen um spätere, weitergehende Forschungen zu erleichtern. Dabei ist nicht auszuschließen, dass die Eltern innerhalb ihrer Geschwister falsch eingeordnet wurden oder eine Generation ausgelassen oder übersprungen wurde. Die Kennzeichnung dieser Zuordnung erfolgte hilfsweise durch das Wort „(Eltern?)“ hinter dem Vornamen. Hilfreich für die Zuordnungen in der Ansiedlergeneration sind die Konsignationsakten aus dem Hofkammerarchiv in Wien. Dort kann man z.B. entnehmen, ob es sich bei den begleitenden Personen um Kinder oder um andre Verwandte handelt.

Ausführlichere Informationen und Zitate aus Kirchenbüchern, aber auch der Beruf, wurden in dem als Anmerkung oder Notizen bezeichneten Feld festgehalten, denn nur dieses Feld gewährleistet problemlos das Übertragen der Daten in ein anderes Familienforschungsprogramm. In Zitaten werden die Namen in der originalen lateinischen oder polnischen Schreibweise wiedergegeben (z.B. im polnischen „Sz“=“Sch“).

In den Notizen sind häufig hinweise auf die Literaturstellen "W/Kallbrunner" 1 und "Schneider" 2 zu finden, das sind Nachdrucke der Registrierungslisten aus der Zeit der Ansiedlung nach 1781, sowie Auszüge aus den Steuerlisten der erste Jahrzehnte nach der Ansiedlung. Eine EWZ-Nummer bedeutet, dass als Quelle die Einwohner-Zentralkartei (EWZ) der Umsiedlung von 1940 diente, die ebenfalls auf Mikrofilm dokumentiert ist. Fehler durch zum Teil kaum lesbare Quellen sind nicht auszuschließen. Im Übrigen sind viele Informationen durch Befragung von Angehörigen gewonnen worden, die nicht als Quelle vermerkt wurden.

1Franz Wilhelm, Josef Kallbrunner: "Quellen zur deutschen Siedlungsgeschichte in Südosteuropa", 1936,   Neudruck 1989 Helmut Scherer Verlag GmbH Berlin

2 Ludwig Schneider: "Das Kolonisationswerk Josefs II. in Galizien", 1939,  Neudruck 1989 Helmut Scherer Verlag GmbH Berlin

 

 

 

Fehler durch zum Teil kaum lesbare Quellen sind nicht auszuschließen. Im Übrigen sind viele Informationen durch Befragung von Angehörigen gewonnen worden, die nicht als Quelle vermerkt wurden.                

Korrekturen und Ergänzungen bitte an: » werner-kraus@web.de «.

Im Anhang: Liste der wichtigsten Quellen und Übersetzung einiger lateinischer Begriffe.

 

 

Genealogy of Galician places

 

The results of genealogic research, elaborated by Werner Kraus, are representing the relationships of families from former German villages near Lemberg in Galicia (today Lviv in Ukraina). They include the villages Wiesenberg, Mierzwica, Bruckenthal, Weissenberg, Ottenhausen, Münchenthal, Mokrotyn, Michalówka, Ebenau, Brunndorf and other catholic German places, which are connected by many familiarly relationships. These German places were established after 1781 when Galicia became a part of Austria. Within a few years this poor country was been populated with German farmers, preferably from the palatinate region in Germany. On the beginning of World War II the German inhabitants of Galicia was resettled to Germany. Their new home was at first the “Warthegau”, (a part of Poland). From this place they had to flee in January 1945 in order to escape the Sowjet Army and nowadays the Galician people are scattered over whole Germany.

Many inhabitants of Canada and the USA, whose ancestors immigrated about 1900 from Galician countries, are interested on their roots in Galicia, too. Besides on the places named above, the results of the genealogy also refer on places in Palatinate, from where the Germans had brought their Palatine dialect, just as on places in the Warthegau and in America. Since 1945 many descendants of the inhabitants of the catholic places in the vicinity of Lemberg now are living on places of Saxony-Anhalt near Halle (Saale).

 

Some peculiarities

These genealogical representations are recorded in a special way, because its data were originally collected using an obsolete DOS-program before 2004. The problem was to transfer the data into a modern genealogical program. In the forerunner-program, the representation of sources was only possible as additional abbreviations behind the addresses. These and other peculiarities were provisional retained for the existing data, because a correction of more than 10.000 records would be very difficulty. Nevertheless the statements behind the place of birth ore death are useful, because it contains more information’s. Especially the statement of the house-number is indisputable to find the right name on the right place in the time after 1781, when the church records are often incomplete.

The religion of almost all collected persons is Roman Catholic (RK). Behind the birthplace was partially noted, if a 1939 issued Ancestor list, named “Ahnenpass” was used as source and it was abbreviated as "AP10" or "A11" (the number in the document collection of W. Kraus). In similar way, the number of the farm house and the marriage-age are given in clamps additional to the marriage-place, e.g.: >Wiesenberg 32, 35W&23J< with "W" for widow or widower and “J“ for year. The death-age from the parish register behind the death-place helps to determine the birth-year as well.

In the settler generation of 1785 some people are connected with the certificated settlers only why they have the same name in order to make easier further investigations. In this case the term “(Eltern?)” occurs after the second name. More detailed information’s and quotations from the church records are given in the field, marked as “comment” or “notes”, because only this field guarantees easily the transfer of data into an another genealogic program.

The Roman Catholic Church records, are partially accessible as microfilm in the genealogical centres of the "Latter Day Saints" (Mormon), marked by "K", “KB" or "F" (for film). Handwritten copies of the church records (yearly reports) were found in the central state historic archive of the Ukraine in Lemberg, for example the copy of church records of Wiesenberg, marked by "Kbk". In the same archive in Lemberg the church records of Bruckenthal were copied by Mrs. Evelyn Wolfer (in the out prints as “(A60)”). The originally Church records from palatinate, you can find in the responsible diocese-archives, for example in Trier (see appendix). 

In the notations frequently occurs the literature-positions "W/Kallbrunner" and "Schneider". These are documents of the registration during the time of the settlement after 1781, just as departures from the tax-registrations in the decades after the settlement. A “EWZ-Number“ means, that the “inhabitant-central-file“ (EWZ) of the resettlement of 1940, which also is documented on microfilm, served as source.

Mistakes, caused from the partially hardly legible sources, can not to be excluded. Finally, much information’s has been gathered by examination of members, which was not noted as sources. 

Hints for improvements please send to: werner-kraus@web.de

 

 

 

Anhang / Appendix:

Quellen zur Familienforschung / Sources:

Katholische Kirchenbücher / Catholic Church Records

 

Bei genauen Datums- und Ortsangaben in den genealogischen Darstellungen diente das Kirchenbuch des entsprechenden Ortes als Quelle, wenn keine andere Quelle angegeben ist. Die Auswertung der Mikrofilme und Kirchenbücher erfolgte in Form von handschriftlichen Notizen. Deshalb stehen Kopien der Originaldokumente nicht zur Verfügung. Nur in Ausnahmefällen wurde der Originaltext der Eintragungen in die Computerdarstellung übernommen.

 

If exact dates and places are noted in the genealogical representations, the church record of the corresponding place was used as source (if no other source is stated). The evaluation of the microfilms and church records mostly took place in form of handwritten notes. Therefore copies of the original documents are not available. Only in exceptions the original text of the enrollments was adopted into the computer-representation.

 

 Quellen zur Familienforschung: Katholische Kirchenbücher

 

1. Ermittelte Mikrofilme der Kirchenbücher der Ansiedlungsorte in Galizien / LDS-Micofilms

 

Die Mikrofilme können in den genealogischen Zentren der "Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage" (Mormonen) bestellt und ausgewertet werden.

 

Kirchenbuch

Zugehörige Orte

Film-Nr.

Geburten

Heiraten

Sterbefälle

Ohne

Unterscheidung

"Wiesenberg"

(Mierzwica)

 

2329194

2329193

1791-1924

1791-1924

1791-1924

siehe Archiv Lemberg

Bruckenthal

 

 

0765878

 

 

 

1804-1861

1804-1870

1832

1854

Kosciejów

 

0766232

 

 

0904871

 

0904873

1776-1843

1791-1850

 

1784-1811

 

1852, 1859

1864, 1868

1776-1881

1784-1864

 

1784-1836

 

1777-1783

1833

Kulikow

Mierzwica >

Dzibulki    >

Kulikow    >

0766240

 

 

 

1791-1870

1785-1860

1818-1839

Münchenthal

(Muzylowice)

 

2380055

 

1845-1887

1830-1866

1782-1847

1848-1887

 

Uhnów

(b. Rawa Ruska)

Michalówka

0766111

 

 

 

 

2329193

1785-1836

1680-1702

1785-1870

 

 

 

1785-1869

 

1738-1786

1780-1784

1781-1784

1782

1785

Weissenberg

(Bialogóra)

Ottenhausen, Ebenau

0765869

0902619

1788-1838

1838-1865

1786-1861

1786-1859

 

Zólkiew

 

757279

 

757280

1604-1674

1632-1725

1725-1777

1776-1787

 

 

1610-1771

1776-1787

 

 

1771-1777

 

 

Der HLT-Film 2329194 ("Wiesenberg"), ist bis 1870 anscheinend mit dem HLT-Film 0766240 ("Mierzwica") identisch und enthält im Heiratsregister ab 1870 zunehmend Personen aus Wiesenberg.

Der HLT-Film 2329194 ("Wiesenberg") wurde erst 2004 bekannt und enthält Heiratseinträge bis 1925.

 

Weitere Quellen für Kirchenbücher in Galizien:

Die meisten katholischen Original-Kirchenbücher Galiziens befinden sich in Archiven in Warschau, Lubaczów und Przemysl. Die Auswertung dieser Kirchenbücher ist aber mit hohen Kosten verbunden.

Der Auswertung zugänglich sind die handschriftlichen Kopien dieser Kirchenbücher, die sich in einem Archiv an der Bernhardinerkirche in Lemberg befinden:

Централъний державний історичний архів УКРАЇНИ М. ЛЬВІВ

Zentrales staatliches historisches Archiv der Ukraine in Lemberg

Die katholischen Kirchenbücher sind zu finden im Fonds 618 (Röm.-kath. Metropolitan-Konsistorium Lemberg).

 

Ausgewählte Orte aus der Liste der Archivbestände (römisch- katholisch, Fonds 618, ermittelt 2004):

Wiesenberg (Визенберг), Merwitschi (Mierzwica, Мервичі), Weissenberg (Ваизенберг),

Ottenhausen (Оттенгаузен), Brunndorf (Брундорф), Burgthal (Бургтал), Ebenau (Εбенау),

Bruckenthal (Брукентал), Mokrotyn (Мокротін), Soposzyn (Сопошин), Michalivka (Міхалівка),

Fehlbach (Фельбах), Radziechów (Ρадехів), Ernstdorf (Ернсдорф), Machliniec (парафія Кохавина),

Weinbergen (Ваинберген), Lemberg, St. Elisabeth (Львів, парафія костел св. Елизабети),

Lemberg, St. Anna (Львів, парафія костел св. Анни), Lemberg-Lewandówka (Львів, Левандівка)

 

Im zentralen staatlichen historischen Archiv der Ukraine in Lviv (Lemberg) wurden inzwischen die Jahreskopien des römisch-katholischen Kirchenbuchs Wiesenberg und Mierzwica von der genealogischen Forschungsstelle „family search“ der Heiligen der letzten Tage (Mormonen) auf Mikrofilm dokumentiert - http://www.familysearch.org/ - (Dez. 2009). Diese Archivbestände im Fond 618 betreffen Urkunden des römisch-katholischen Erzbistums Lemberg. Einige der römisch-katholischen Urkunden Wiesenbergs (Film 2010587) sind auch, wahrscheinlich versehentlich, im Fond 201 der griechisch-katholischen Kirche registriert worden.

 

Archiv- Verzeichnis

(Fond)

Zugehörige Orte

Film-Nummer

Geburten

Heiraten

Sterbefälle

Geburten

Heiraten

Sterbefälle

618-2/495, 497, 2323, 2325

Wiesenberg

2328695

 

 

 

1818

1823 

Wiesenberg und Mierzwica

2329193

1860-1893

 

 

 

Mierzwica

 

2329193

1929-1940

 

 

 

Mierzwica

 

2267575

1791-1860

1791-1924

1791-1883

 

618-2/495

 

Wiesenberg

2267575

1821

 

1821

 

 

Wiesenberg

2267575

 

 

 

1824-1827

1822

1828-1833 

618-2/496

Wiesenberg

2267575

 

 

 

1834-1838

1840

1844

1846

1849-1853 

618-2/497

Wiesenberg

2267575

 

 

 

1857-1857

1859-1865

1868 

618-2/2323

Wiesenberg

2395698

1866

 

 

1867-1880 einige Jahre fehlen

618-2/2325

 

Wiesenberg

2395699

 

 

 

1881-1904

201/4A/822

201/4A/823

Wiesenberg

und Mierzwica

2010587

1785-1813

1837-1865

 

 

 

 

 

 

2. Ermittelte Mikrofilme der Kirchenbücher der Herkunftsorte in der Pfalz / Palatine-sources

 

Herkunftsort

Film-Nr.

Jahreszahl

Abenheim, Worms

Original im Diozösanarchiv Mainz 1768-1799

949092

949093

1684-1767

1768-1799

Alzenau-Hörstein

Original im Diozösanarchiv Würzburg ab 1682

958782

nur 1816!

Bad Dürkheim mit Osthofen ??, Hausen

367707

 

1701-1875

Brotdorf, Bachem (bei  Merzig)

585836

585897

532138

ab 1698

Dannstadt /Ludwigshafen mit Mutterstadt

367451

247695

T. ab 1702

1778-1789

Fraulautern /Saarlautern

1049898

1695-1792

Griesborn (Fraulautern) /Saarlouis / Standesamt Schwalbach

1740957

1049898

Kartei B-F

1695-1802

Mutterstadt

488539 ev/kat

488540 ev/kat

247734 kathol

ab 1701

 

1785-1789

Niederwürzbach /St. Ingbert

4 Filme

Nur nach

 1863 !

Reipoltskirchen

mit Niederkirchen-Wörsbach

400592

400593

ab 1680

Sandhausen /Heidelberg

5 Filme

(evangel.)

Nur ab 1780 !

Sörgenloch /Niederolm  (Katholische Kirche Zornheim)

0958771 (Chronik)

1044841

1578-1726

1701-1765

Sulzheim /Wallertheim

Oppenheim

949477

ab 1695

Trochtelfingen  (Salmedingen /Hechingen?)

6 Filme

(evangel.)

 

Wachenheim / Worms

Evangelische Kirche Harxheim/Mainz

1457685

1654-1875

Weitersweiler /Kirchheimbolanden mit Treisen

488310

1698-1798

Windesheim

0560478

1686-1798

 

 

3. Original - Kirchenbücher in den Archiven Deutschlands

    (zu einigen Herkunftsorten der Auswanderer nach Galizien)

 

Herkunftsort

Zuständiges Archiv

Brotdorf, Bachem

Windesheim, Waldhilbertsheim

Falkenstein, Spabrücken, Staudernheim,

Besseringen, Saarbrücken, Saarburg, Kirn

Bistumsarchiv Trier, Kirchenbuchamt

Jesuitenstr. 13 c  54290 Trier

Tel. (0651)7105-351

Steinau-Marborn (zu Salmünster)

Katholische Bischöfliches Generalvikariat

Paulustor 5,   36037 Fulda

Tel. (0661) 87-0

Speyer, St. German und Mauritius

Archiv des Bistums Speyer

Kleine Pfaffengasse 16, 67346  Speyer 

Tel. (06232)102-0

Alzenau-Hörstein

 

Diozösanarchiv Würzburg

Domerschulstr. 2,  97070 Würzburg

Tel. (0931)386352 

Abenheim

Worms

 

Dom- u. Diozösanarchiv Mainz

Rochusstr.9   6500 Mainz

Tel. (06161)253-157

Ulm / Donau – katholische Kirche zu den Wengen

(Heiraten, Geburten auf der Durchreise 1783-1786)

Katholische Gesamtkirchenpflege , Dekanatamt Ulm,

Wengengasse 6, 89073 Ulm

 


 

4. Lateinische Begriffe aus den Kirchenbüchern

 

lateinisch

verwendete

Abkürzungen

deutsch

agricola

agr.

Bauer, Landwirt

annus (annorum), dies (dierum), hora

 

Jahr (Jahre), Tag (Tage), Stunde

binomen

bin.

Doppelnamen

caupo

 

Kaufmann

colonus, coloni, colonista

col.

Kolonist, Kolonisten

conjugum

conj.

Ehepaar

conjugum agricolarum

conj. agr.

bäuerliches Ehepaar

ex pago, de domo

 

aus dem Ort, aus dem Hause (= geborene..)

faber ferri

 

Schmied

faber ligni, lignifaber

 

Tischler

famula

 

Dienerin

filia,  filius

fil.

Tochter, Sohn

filius illegitimus

fil. ill.

illegitime (uneheliche) Geburt

filius pie defuncti ..

fil. p.d.

Sohn des (fromm) verstorbenen ..

habitans in

 

wohnhaft in

incola, incola loci

inc.

Einwohner, Einwohner des Ortes

juvenis

 

Jugendlicher

laboriosus

 

Arbeiter

magister scholae

 

Lehrer

manu organarius

 

Handwerker

mater

 

Mutter

mercenarius

 

Lohnarbeiter

murarius

 

Maurer

nata, natae, de domo

 

geborene (Mädchenname)

natus in

 

geboren in

natus, nata

 

geboren

operarius

 

Arbeiter

parentes

 

Eltern

pater

 

Vater

patrini

 

Paten

prima voto, secunda voto

Imo voto, 2da voto

erste Heirat, zweite Heirat

puella

 

Mädchen

puer

 

Knabe

raedarius, rhedarius

 

Kutscher

rusticus

 

Bauer

sartor

 

Schneider

scrinarius

 

Schreiner, Tischler

sponsa

 

Braut

sponsus

 

Bräutigam

sutor

 

Schuhmacher

testes

 

Zeugen

textor

 

Weber

vidua post p.d. / vidua post fata

 

Witwe des Verstorbenen ...

virgo

 

Jugendliche („Jungfrau“)

vinator

 

Winzer

Zu beachten ist, dass in den katholischen Kirchenbüchern Galiziens die deutschen Namen vom Pfarrer ins Lateinische übertragen wurden.

Bei Angabe der Eltern steht der Name des Vaters bzw. der Mutter im zweiten Fall (z.B.  Petrus, filius Antonii).  Zu übersetzen ist aber: Peter, Sohn des Anton.

 

Einige Todesursachen aus den Kirchenbüchern: (teilweise nur Benennung von Symptomen)

Apoplexia

Schlaganfall

 

Marasmus

Allgemeiner Verfall

Consumptio

Auszehrung, Schwindsucht

 

Ordinaria

"Nach der Regel"

Convulsio

Krämpfe

 

Post partum

Nach der Geburt

Debilitas (a nativitate)

Schwäche (von Geburt an)

 

Pthisis, Tabes

Schwindsucht, TBC

Diarhea

Durchfall (Ruhr, Typhus ..)

 

senectus

altersbedingt

Dolor gutturis

„Halsschmerzen“

 

suicid

Selbstmord

Dolor pectoris

„Brustschmerzen“

 

Tussis

Husten

Febris frigida

"kaltes Fieber"

 

Variola

Pocken

Hydropsis

Wassersucht

 

Typhus

 

inflammatia pulmorum

Lungenentzündung

 

Cholera